Verkehrswesen
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Verkehrswesen ist eines der Fächer, die im Rahmen des Soziologiestudiums als technisches Fach gewählt werden können. Wie bei den anderen Fächern ist es auch in diesem Fall ratsam, sich bei der Wahl über die Anforderungen und Bedingungen genau zu informieren. Denn ein nachträglicher Wechsel kann mit Unannehmlichkeiten verbunden sein. In dieser Darstellung geht es in erster Linie um die praktische Seite des Fachs. (Über die formale Struktur informiert ihr euch am besten in der betreffenden Nebenfachordnung und bei den zuständigen Studienfachberatungen.)
Verkehrswesen ist ein ingenieurswissenschaftlicher Studiengang, dessen Bachelor -Studium dem Maschinenbau ähnelt. Das Master-Studium gliedert sich je nach Anwendungsgebiet in die Unterbereiche Fahrzeug-, Flug- und Schiffsverkehr sowie Verkehrsplanung. Die Lehre qualifiziert die Studierenden für technische oder planerische Tätigkeit im Verkehrssektor. Das betrifft die Verkehrswirtschaft wie beispielsweise die Automobilindustrie. Daneben sind aber auch Behörden, Planungsbüros oder Forschungsstellen potentielle Arbeitsplätze.
Als Soziologie-Studierende nehmt ihr nur an einzelnen Verkehrs-Veranstaltungen teil. Am Anfang sind auch Veranstaltungen mit technischen und mathematischen Inhalten zu belegen für die teilweise eine schriftliche Klausur zu bestehen ist. Eine zeitintensive Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten solltet ihr daher einplanen, um die Klausuren zu bestehen. Da ihr jedoch pro Semester nur ein oder zwei Veranstaltungen im technischen Fach besucht, ist dies neben den Soziologie-Seminaren durchaus zu bewältigen. Im fortgeschrittenen Studium sind vorzugsweise Veranstaltungen vorgesehen, die Bezüge zur Verkehrssoziologie aufweisen. (Verkehrssoziologie beinhaltet z. B. Verkehrsverhalten und Mobilitätsbedürfnisse von sozialen Gruppen.) Solche Bezüge bieten vor allem die Verkehrsplanung, insbesondere der Ansatz der „integrierten Verkehrsplanung“. Das bedeutet, dass neben technischen Parametern auch soziale Aspekte in die Planung eingehen sollen − z. B. unterschiedliche Lebensstile, individuelle Verkehrsmittelwahl oder der demographischer Wandel). Siehe hierzu auch: http://www.verkehrsplanung.tu-berlin.de
Verkehrs-Soziolog(inn)en können diese sozio-technischen Schnittstellen herstellen und interdisziplinär im Verkehrssektor arbeiten. Sie können statistische Analysen erstellen, Feldforschung betreiben oder technische Innovationswege mitverfolgen. Verkehrswesen bietet Soziolog(inn)en spannende und abwechslungsreiche Verknüpfung zwischen Sozialtheorie und Planungshandeln.
Nebenfachordnung
Mehr Infos unter: http://www.soziologiker.de/media/nfo/NFO_Verkehrswesen.pdf
Bachelor-Module (Stand 12.09.07)
Die aktuelle Nebenfachordnung findet sich hier: http://www.soz.tu-berlin.de/fileadmin/i62/Unterlagen_Lehre/nebenfaecher/nf_verkehrswesen_20102408.pdf
Die ausführlichen Modulbeschreibungen sind bei der Studienfachberatung des Studiengangs Verkehrswesen erhältlich oder online unter: http://www.vm.tu-berlin.de/verkehrswesen/
Einstiegs-Lektüre
(unverbindliche Empfehlung von Studis für Studis)
- Buhr, Regina; Canzler, Weert; Knie; Andreas (1999): Bewegende Moderne. Fahrzeugverkehr als soziale Praxis. Berlin: Edition Sigma. (198 S.; 15,90 EUR)
- Merki, Christop Maria (2008): Verkehrsgeschichte und Mobilität. Stuttgart: UTB. (122 S.; 9,90 EUR) Rezension
- Rammler, Stephan (2004): Mobilität in der Moderne. Berlin: Edition Sigma. (273 S.; 18,90 EUR)
- Schmidt, Gert; Bechmann, Gotthard; Rammert, Werner (1999): Automobile und Automobilismus. Jahrbücher Technik und Gesellschaft. Nr.10, Frankfurt a. M./New York: Campus. (300 S.)
- Tully, J. Claus; Baier, Dirk (2006): Mobiler Alltag: Mobilität zwischen Option und Zwang - Vom Zusammenspiel biographischer Motive und sozialer Vorgaben. Wiesbaden: VS Verlag. (252 S.; 24,90 EUR)
- Vester, Frederic (1999): Crashtest Mobilität. Die Zukunft des Verkehrs. München: dtv. (382 S.; 12 EUR)
