System und Lebenswelt AS
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DAS autonome Seminar im WS 08/09!
Seminarbeschreibung: Die BRD in den 70er Jahren. Zwei Theoretiker schicken sich an die Soziologie auf Grundlage von Kommunikation neu zu bestimmen: Niklas Luhmann und Jürgen Habermas. Während Habermas` Theorie auf Sprachanalysen mit Fokus auf dem Diskurs fusst, baut Luhmann seine Theorie auf sozialen Systemen auf. Dies führte zu einer weit beachteteten Kontroverse in der deutschen Soziologie die auch heute noch Relevanz besitzt. In diesem Seminar wird hauptsächlich das von beiden Theoretikern 1971 verfasste Buch "Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie - Was leistet die Systemforschung?" kritisch gelesen und kontrovers diskutiert. Da 35 Jahre zwischen der Erstauflage des Buches und dem aktuellen Theoriediskurs liegen, werden zudem einige aktualisierende Texte (bespielsweise zum Begriff der Autopoesis bei Luhmann und der Theorie des kommunikativen Handelns bei Habermas) zur Seminarlektüre gehören um den weiteren Verlauf der beiden Theoriestränge nachzuvollziehen. Nebenbei soll auch immer die Frage mitschwingen, was denn die Soziologie als wissenschaftliche Disziplin leisten kann und soll, die beide Autoren in ganz unterschiedlicher Weise beantworten.
