Soziologie/Internet
Inhaltsverzeichnis |
Einleitung
In diesem Dokument sollen informationstechnischen Möglichkeiten, welche die TU Berlin und andere dem engagierten Soziologiestudierenden bereitstellen, aufgelistet und erläutert werden. Ganz im Sinne des "Studierens" werden hier nicht alle Einzelschritte genau definiert, sondern es werden die Links gepostet - zusammen mit kurzen verstehensfördernen Anleitungen -, welche weitere Schritte genau erklären, um sich selbst das nötige Können anzueignen und damit selbstständig wertvolle informationstechnische Hilfsmittel für das Soziologiestudium nutzen zu können.
Sobald ihr dieses Dokument durchgearbeitet habt, macht das Studium direkt ca. 34 % mehr Spaß!
Eine ausführliche Anleitung für die verschiedenen Wege zur Prüfungsanmeldung haben wir ebenfalls zusammengestellt. Einfach auf Prüfungsanmeldung klicken.
Vier verschiedenen Wegen sind möglich:
- persönlich beim Prüfungsamt
- Online im MOSES-Konto
- Online bei eTUB
- Online bei QISPOS
Infrastrukturzugang
Der wichtigste Anlaufpunkt ist für euch die TUBIT (TU Berlin IT-Service-Center) [1]. Hier bekommt Ihr einen TUBIT-Account den Ihr für fast alle IT-Dienste der TU braucht.
Wenn Ihr immatrikuliert seit, hab Ihr automatisch ein TUBIT-Account. Genaueres hier!
IT-Dienste der TU
Diese Dienste können mit dem TUBIT-Account genutzt werden.
- www.isis.tu-berlin.de ISIS = Information System for Instructors and Students. Die Onlineplattform für Texte.
- Moses[2]: Prüfungs- und Klausuranmeldung, derzeit nur Mathe, Informatik, BWL
- Email: Ihr bekommt eine TU Email-Adresse in der Form Username@mailbox.tu-berlin.de
- TUB-Login: Login oben rechts auf der TU-Homepage, dort kann man unter anderem seinen Notenspiegel einsehen
- QISPOS: Onlinetool zur An- und Abmeldung von Prüfungen z. b. Methodenlehre;
- Wlan: Benutzung des WLan-Netzes eduroam der TU (und weltweit fast allen Universitäten)
- VPN: Zugriff auf das TU-Netz von Zuhause aus
- Nutzung der PC-Pools des TUBIT
- Online Festplatte: Für TU-Studenten 1GB, weltweit verfügbar Infos & Anleitung
- Webspace auf TU-Servern
- CIP Pool 29: Zum günstigen Ausdrucken, befindet sich im 4. Stock des EB-Gebäudes
Wireless Lan
Die TU Berlin hat ein mittelmäßig ausgebautes Wlan-Netz[3]. Es funkt nach den Standards 802.11a, 802.11b oder 802.11g und wird ständig verbessert. Für den Zugriff braucht Ihr einen TUBIT-Account.
Die Daten zwischen Accesspoint und Notebook werden verschlüsselt übertragen. Seit 2008 wird dazu WPA Enterprise eingesetzt. Da der Ausbau aber noch nicht abgeschlossen ist, bzw. einige Gebäude gar nicht ausgebaut werden sollen, gibt es derzeit zwei unterschiedliche WLAN-Zugänge, VPN/WEB und eduroam.
Anleitungen für die Installation und Konfiguration für Linux, Mac, und Windows gibt es hier.
Mit dem Smartphones/Tablets/etc ins TU-Netz
Auf den Seiten der Tubit gibt es auch diverse Anleitungen für iPhones, Androidtelefone, etc. Ist euer Gerät/Betriebssystem nicht explizit aufgeführt sucht einfach nach Anleitungen für eduroam oder openvpn für dieses Gerät.
(Und vergesst beim iPOD-Surfen nicht die schwarzen Röhrenjeans, enge weiße Shirts, Nike-Schuhe und ein individualiserndes Accessoires zu tragen!)
Kostenlose Software
Die TU stellt viele Software zu vergünstigten Preisen oder komplett kostenfrei zur Verfügung. Dabei ist nicht nur Microsoft Software über MSDNAA im Angebot, sondern auch einige speziellere Software, z.B. atlas.ti, verfügbar.
Sofern euer tubit-Account funktionstüchtig ist und ihr eure TAN-Liste zur Hand habt, könnt ihr hier auf das MSDNAA Angebot zugreifen. Alle anderen Angebot sind über das "Portal", also den Login auf der TU-Seite oben rechts, unter dem Menüpunkt "Softwareportal" verfügbar.
Proxy der FU
wenn ihr irgendwelche Freunde habt (wenn nicht - beschafft euch welche!) könnt ihr Sie vielleicht bitten, mal deren Webproxy zu benutzen, damit habt ihr Zugriff auf noch viel mehr Journals und Datenbanken und könnt euch auch so den einen oder anderen Weg in die Bibliothek sparen (oder kommt überhaupt erst an die Sachen ran). Wie geht das? Was ist ein Proxy? [4]
Auch die Stabi bietet Onlinezugänge an, teils kommt ihr da mit deren Benutzerausweis / Passwort einfach so ran.
Bibliographie-Tools
Allgemeine Tipps zu Bibliographie-Programmen
hier eine Liste mit Biblographietools für alle Systeme:
http://www.heise.de/software/download/o0g0s1l1k24?prgll=30&kat=24&liste=alle&srt=n
Das Next-Gen-Tool: zotero! http://www.zotero.org ,ein Muss für alle Firefox User.
Zotero
Zotero ist ein tolles Plugin (Extension) für Mozilla Firefox. Damit könnt ihr online prima Übersichten erstellen, ganze Texte aus Datenbanken speichern und zum Beispiel ein Hausarbeitsthema organisieren. Wenn ihr einmal alle Texte/Links/Bücher in eurer Zotero-Datenbank habt, dann gibt es für Open Office und Microsoft Word ein Plugin, welches euch sehr einfach direkt ermöglicht die Zitate (z.B. Buschinksi und Käsewurst 2006, S. 21) voll automatisiert und nach soziologischen Zitierungsregeln einzufügen - inkl. einem automatisch erstellten Literaturverzeichnis.
Erklärung:
Wie installiere ich Zotero?
Du brauchst den Firefox Browser; für diesen kann man einfach mit einem klick auf "Download" unter Zotero.org[5] das Plugin installieren. Nach einem Neustart des Browsers findest Du unten rechts ein kleines Zotero Symbol, mit dem Du dir deine (noch leere) Datenbank ansehen kannst. Das tolle an Zotero ist, dass Du jetzt einfach von vielen Seiten im Internet, auf denen Literaturangaben vorhanden sind (Google Scholar, Jstor, Journals, Bibliotheken bis hin zu amazon) diese in das Programm importieren kannst.
Wie funktioniert das? Nette Leute die sich ein wenig auskennen und vor den gleichen Problemen stehen wie Du haben dieses Programm geschrieben. Die Möglichkeit, von den ganzen anderen Seiten die Angaben runterzuladen basiert auf bestimmten "Translators". Diese kleinen Filter sagen Zotero, wo in den Datenbanken die relevanten Angaben zu Deinem Titel stehen und überträgt sie einfach in ein Datenbankformat. Manchmal kann es hier zu Fehlern kommen, oder jemand mag auch mal was falsch angegeben haben -> Überprüft eure Literaturangaben nochmal bevor ihr sie verwendet!
Wie benutze ich Zotero in zb einer Zeitschriftendatenbank? ANLEITUNG: [6]
Also z.B. gehst Du auf Google Scholar und suchst dir dort ganz normal ein gewünschtes Buch/einen Artikel raus, sobald du es gefunden hast, klickst Du oben in Deiner Adressleiste auf das kleine Buch/Ordnersymbol und schon wandert die Angabe in deine Datenbank. Das Zotero-Demo Video zeigt das auch nochmal genauer.
Wie benutz ich Zotero in Word oder Open Office? - ANLEITUNG: [7]
Auf der Zotero Seite gibt es für die beiden Schreibprogramme so genannte Plugins. Nach der installation habt ihr ein paar neue Buttons in Word/OO, die dem Einfügen der Literaturangabe dienen. Ihr schreibt jetzt also ganz normal euren Text, und wollte z.B. auf eine Quelle verweisen. Anstatt jetzt von Hand reinzuschreiben (Wuschelpuschel 1984:14) klickt ihr auf das -Insert Citation- Symbol und bekommt eine Suchmaske angezeigt. Hier einfach den entsprechenden Eintrag (Wuschelpuschel), den ihr vorher schon in Eure Datenbank aufgenommen habt, auswählen und einfügen. Die Seitenzahl kann man unter eigenschaften noch hinzufügen.
Open Office -> Hier in einer erweiterten Form [8]
Evernote -> Sehr nützliches Programm zum Notizen machen, sammeln, archivieren und mit Freunden teilen [9]
Bibliographie-Tools für den Mac
Hier einige Links zu Tutorials zum Bibliographieren und zu Mac-Unterstützungen:
http://unimac.switch.ch/services/latex/latex-bibdesk.de.html
http://www.esm.psu.edu/mac-tex/
http://www.literaturmanagement.net/literaturverzeichnis.html
http://www.macuser.de/forum/showthread.php?t=245230&highlight=latex
Gutes Tutorial zum Erstellen von Diplom-, Semester oder sonstigen wissenschaftlichen Arbeiten mit LyX (LATEX-Frontend für den Mac):
http://www.students.uni-marburg.de/~Fachs04/lyx.html
Fragen zur Unterstützung beim Bibliographieren mit dem Mac könnt ihr gerne an mich richten: rbretzger (äd) soz.tu-berlin (dot) de
Zur zentralen Relevanz von Formatvorlagen in Textverarbeitungsprogrammen
Wichtig ist vor Allem, dass man beim Verfassen des Textes die Formatvorlagen (z.B. Überschrift 1, Überschrift 2, Textkörper etc.) verwendet und nur diese Vorlagen hinsichtlich Schriftart/Größe/etc. verändert, anstatt das direkt im Text zu machen. Dieser "Fehler" wird gerne von Anfängern gemacht, beschert einem aber bei nachträglichen Änderungen großen Aufwand. Mit den automatischen Formatvorlagen kann man sich auch Literaturverzeichnisse etc. automatisch generieren lassen.
Howto: Open_office (formatvorlagen) Weiterhin zum Einstieg: Word Survival Guide@Academic Productivity [10] Eine brauchbare Formatvorlage für eine Hausarbeit findet sich hier [11] (bitte ggf. durch bessere ergänzen)
LaTeX
In weiten Teilen des Wissenschaftsystems hoch anerkanntes Textsatzsystem mit exzellenten Ergebnissen. Völlig kostenlos, seit Ewigkeiten erprobt und auf nahezu *jeder* Platform lauffähig. Mit einer Vielfalt an Editoren für jeden Geschmack. Stabil wie ein Fels in der Brandung, absolut diplomarbeitstauglich, ein Qualitätsprodukt der Informatik von einem Urgestein der Informatik :-).
Bringt das Konzept der Formatvorlagen auf die Spitze, es wird eine Dokumentenstruktur erstellt, nicht ein Dokumentenaussehen, das kommt hinterher. Integrierte ausgezeichnete Generation von (Literatur)verzeichnissen, diverse Datenbanken können direkt Literaturverzeichnisdaten für LaTeX(BibTeX) produzieren.
Einziger Aufwand: Kein Klickibunti, Lernkurve anstatt einer Lerngeraden ohne Steigung vorhanden. Die TU bietet regelmäßig gute, kostenlose Kurse an und die Bibliothek ist mit Kurssätzen an ausgezeichneten Standardwerken ausgestattet.
Eure Augen und Euer Lehrpersonal wird es Euch danken. Und spätestens nach dem dritten Absturz von OpenOffice/Word inkl. Verlust von Stunden von Arbeit werdet Ihr den geringen Aufwand für die Einarbeitung zu schätzen wissen. Vom Luxus durch Versionsverwaltungssysteme soll jetzt hier gar nicht erst die Rede sein.
Wissenschaftliches Arbeiten
- Vorgabe des IfS und Hinweise zu Seminararbeiten von Prof. Windeler
- Zitierregeln und Zitationsnachweise der Uni Bremen.
- Leitfaden zum Soz-Studium in Bremen mit Tips zum wissenschaftlichen Arbeiten
- Buchtip: Eco, Umberto;Schick, Walter (2010): Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Inhaltsverzeichnis
Software und Hardware zu Studentenpreisen
- apple campus
- spezielle Studentenangebote bei Dell, Lenovo, etc. (Bspw. über [lapstars.de])
- MSDNAA
- TU-Softwareportal
Zentrale Onlinelinks für Soziologiestudierende der TU Berlin
Genrelles:
http://www.soziologiker.de - Plattform der TU-Studierenden http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Soziologiezeitschrift - Überblick soziologischer Zeitschriften
Datenbanken für Forschung:
Jstor [www.Jstor.org] - großes online Archiv für Zeitschriftenaufsätze, meist mit einer "moving Wall" (alles älter als 5 Jahre). Zugriff über UniIP (ggf. an der FU versuchen, die haben mehr freigeschaltet -> Freunde von der FU nach Zugang fragen), alternativ in der Stabi zugreifen.
ISI Web of Knowledge [12] Große Datenbank zur Recherche nach Artikeln. Ggf. Uni Rechner dazu verwenden.
Google Scholar [scholar.google.com] Hört sich zu simpel an, ist aber ein enorm praktisches Recherchewerkzeug, und auf jeden Fall gut für den Anfang. Hier könnt ihr auch alles direkt in Zotero importieren.
Abstract Datenbanken: Sociological Abstracts [13]
Verlage Sage [14], Springerlink [15], Elsevier/ScienceDirekt [16] , Blackwell/WileyInterscience [17](bitte ergänzen) haben ihre Zeitschriftenarchive online - es kann z.B. sinnvoll sein in folgende Journals gelegentlich mal reinzukucken:
Techniksoziologie/STS:
-Science, Technology & Human Values [18]
-Science Studies [19]
, Sage, Mikrozensus, Statistikseite von der Regierung
Mit Google Texte finden
Der ein- oder andere wird es sicherlich schon bemerkt haben: Die Online-Seiten der Journals/Zeitschriften und Datenbanken sind nicht häufig wirklich ergiebig, außerdem gibt es einiges Interessantes außerhalb dieser Organisationen im Netz zu finden (Interviews, Zeitungsartikel, etc). Vieles kann gemeinsam gut durch Google gefunden werden, wenn man die richtigen Stichwörter benutzt und genug Zeit & Lust zum Durchklicken hat.
Wichtig bei der Suche ist Wörter zu benutzen, welche möglichst exklusiv für eure Suche sind und nicht viel in anderen Kontexten benutzt werden, als dem nach welchem ihr sucht. Will ich zum Beispiel nach Literatur zu Hans Joas Theorie des Kreativen Handelns suchen, dann bieten sich die Suchbegriffe "Joas Kreativität" an. Warum? Weil "Hans" normalerweise nicht ausgeschrieben wird (Wenn dann Joas, H.), "Theorie" in vielen Kontexten benutzt und vielleicht im Bezug auf Kreativität gar nicht zitiert wird ("Joas schreibt zu Kreativität ...") und für "Handeln" gilt genau dasselbe. Trotzdem hat man die hohe Sicherheit, alles zu Joas und seinen Hypothese über Kreativität zu finden, was über Google findbar ist.
Dann ist ein weiteres Stichwort für die Suche wichtig: In welchem Medium sucht ihr? Also Journal oder Zeitschrift. Und schließlich kann man das ganze auch nochmal auf Englisch machen. Eine Suche zu diesem Thema könnte also wie folgt ausehen:
1. Joas Kreativität 2. Joas Kreativität Journal 3. Joas Kreativität Zeitschrift 4. Joas Creativity 5. Joas Creativity Journal
Mit dem Durchlicken dieser Links ist man dann gut und gerne ein paar Tage beschäftigt, hat aber im Anschluss jede Menge Texte, Interviews und Literaturhinweise, um diese in Hausarbeiten zu verarbeiten.
