Prozessproduzierte Daten II
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1) Vergleichen Sie Primärerhebungen (z. B. Befragung, Beobachtung und prozessproduzierte Daten. Welche Nachteile und Probleme haben die jeweiligen Datensorten? Nachteile und Probleme von Primärerhebungen
Reaktivität)
Es existieren möglicherweise keine Daten zum Forschungsthema. / Existenz von Quellen)
Geschehen, das weit in der Vergangenheit liegt, kann schwer erfasst werden.)
Nachteile und Probleme von prozessproduzierten Daten
Die Daten müssen gefunden werden. / Auffinden der richtigen Quellen) Der Forscher muss Zugang zur Situation bzw. den Befragten bekommen.) Der Forscher muss Zugang zu den Daten be-kommen. / Quellenzugang) Die Eigenheiten des Aufnahmemediums können Daten verzerren.) Daten sind zu einem bestimmten Zweck erstellt worden. / Der Entstehungszusammenhang kann Daten verzerren. / Selektivität des Entstehungs-zusammenhangs) Daten können verloren gehen oder zerstört wer-den. / Selektivität der Datenaufbewahrung / Selek-tivität der Überlieferung)
2) Welche Probleme existieren bei der Erhebung, Auswahl und Aufbereitung prozessproduzierter verbaler Daten? (Stichworte genügen)
- Fehlinterpretationen - Sie sind evtl. schwer auffindbar - Sie sind evtl. unvollständig - Schwerer auszuwerten als die Daten aus einer strukturierten Erhebung
3) Welchen Anforderungen muss ein Kategorienschema bei der quantitativen Inhaltsanalyse genügen? (Stichworte genügen)
Eindimensionalität Vollständigkeit Überschneidungsfreiheit Voneinander unabhängige Kategorien
4) Sekundärdaten: Ein Kommilitone lädt sich für seine Diplomarbeit den Datensatz der Umfrage ALLBUS 2000 von der Webseite der GESIS herunter, nicht aber die Dokumentation oder das Code-buch. Er verwendet den Datensatz, so wie er ist und berechnet den Zusammenhang zwischen regi-onaler Herkunft und Einstellung zum Sozialstaat. Was ist hierzu anzumerken?
5) Aggregatdaten: • Ein Bildungspolitiker lädt sich von den Webseiten des US-Kongresses den Anteil der College-Absolventen an allen U.S.-Amerikanern eines Jahrgangs herunter und vergleicht ihn mit dem Anteil der Hochschulabsolventen an allen Deutschen eines Jahrgangs. Er stellt fest, dass die Absolventenquote in den USA wesentlich höher ist und fordert deshalb, dass die deutsche Absolventenquote steigen muss. Was ist hierzu anzumerken?
• 1988 lag die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik Deutschland bei 8,7 %, 1998 bei 12,3 %. Daraus schließen Politiker, dass die deutsche Arbeitslosenquote drastisch angestiegen ist. Was ist hierzu anzumerken?