Literaturtipps
Aus Soz-Wiki
Auch den Soziologie-Studierenden stellen sich die philosophischen Grundfragen "Wer bin ich?" und "Wohin gehe ich?". Die Folgende Literaturliste beinhaltet Werke, die uns Inspirationen und Standpunkte verschaffen können:
Inhaltsverzeichnis |
Top Ten
Klassiker!
- Weber, Max: Economy and Society 95
- Mills, Charles Wright: The Sociological Imagination 59
- Merton, Robert K.: Social Theory and Social Structure 52
- Weber, M.: The Protestant Ethic and the Spirit of Capitalism 47
- Berger, P.L. and Luckmann, T.: The Social Construction of Reality 45
- Bourdieu, Pierre Distinction: A Social Critique of the Judgment of Taste 43
- Elias, Norbert: The Civilizing Process 30
- Habermas, Jürgen: The Theory of Communicative Action 29
- Parsons, Talcott: The Structure of Social Action 28
- Goffman, Erving: The Presentation of Self in Everyday Life 25
Quelle: http://www.isa-sociology.org/books/vt/bkv_000.htm
Wissenschaftliche Werke
- Becker, S. Howard: Die Kunst des professionellen Schreibens - Ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften. 2. Aufl., Frankfurt a. M./New York: Campus, 2000.
Becker liefert einen leicht geschriebenen und verständlichen Eindruck von den Hürden des Schreibens. Nicht ohne Kritik an fachlichen Autoritäten, schildert er überzeugend, dass sich sämtliche WissenschaftlerInnen damit herumschlagen und macht Mut zur Eigen- wie Fremdkritik.
- Mills, Charles Wright: Kritik der soziologischen Denkweise. (Org.: The Sociological Imagination) Neuwied: Luchthand, 1963.
DER Klassiker sozialwissenschaftlicher Selbstkritik! In sehr direkter Art und Weise versucht Mills die "große Theorie" eines Talcott Parsons als ebenso einseitig zu entlarven, wie den "geistlosen Emprismus" us-amerkanischer Prägung. Mills kann als Vorfahre der kritischen Theorie gelesen werden, der für Theorien mittlere Reichweite bei offen politischem Engagement eintrat.
- Osborn, Richard; Loon, Borin van: Introducing Sociology. Icon Books, 2004.
Ein amüsantes Büchlein, das uns Soziologie stark vereinfacht als Art Comic näher bringt. Osborn und van Loon wählten Zeichnungen, Collagen und Sprechblasen, um wissenschaftliche Klassiker und Sachverhalte zu veranschaulichen. In der gleichen Reihe sind u. a. erschienen: Critical Theory, Cultur Studies, Empiricism, Foucault, Marxism, Modernism und Postmodernism.
- Stockmann, Reinhard; Meyer, Wolfgang, Knoll, Thomas (Hrsg): Soziologie im Wandel - Universitäre Ausbildung und Arbeitsmarktchancen in Deutschland. Opladen: Leske + Budrich, 2002.
"Der Band liefert aktueller Befunde zur Lage und Entwicklung des Studienfachs Soziologie, den universitären wie außeruniversitären Forschungsbedingungen sowie zur Situation auf dem Arbeitsmarkt. Es basiert auf einer von der Universität Saarland durchgeführten Befragung, mit der zum ersten Mal nach 30 Jahren wieder eine nahezu vollständige Datenbasis zur Lage der Soziologie an deutschen Universitäten vorliegt." (Cover-Text)
- Weber, Max (1995 [1919]): Wissenschaft als Beruf. Stuttgart: Reclam.
In diesem kleinen, aber klassischen Bändchen beschreibt Weber in einer nachgedruckten Rede, dass WissenschaftlerInnen nicht nur einem Beruf nachgehen, sondern auch im weiteren Sinne einer Berufung folgen. Sehr lesenswert für all diejenigen, die mit dem Gedanken spielen in der Wissenschaft zu bleiben!
Belletristik
Neben den Sachbüchern enthält aber auch die Populärliteratur soziologische und sozialpsychologische Bezüge. Hier einige prominente Beispiele:
- Ken Kesey: Einer flog über das Kuckucksnest" (Org.: One flew over the cuckoo's nest)
- beschreibt das Leben und die Leiden der Insassen einer psychatrischen Heilanstalt in den USA
- Morton Rhue: Die Welle (Org.: The Wave)
- basiert auf einer wahren Begebenheit und schildert ein totalitäres Experiment eines Lehrers und seiner Schulklasse
- William Golding: Herr der Fliegen (Org.: Lord of the Flies)
- handelt von Schuljungen und ihrem Versuch als Gemeinschaft auf einer entlegenen Insel zu überleben
Alle drei Bücher wurden auch verfilmt. Die Film zu Kesey's Roman, mit dem jungen Jack Nicholson in der Hauptrolle, wurde mit fünf "Oscars" ausgezeichnet.
Utopische Romane
Utopische Romane beschreiben mögliche "Zukünfte", die im Moment der Niederschrift ihrer Zeit voraus waren. Aus techniksoziologischer Perspektive sind sie interessant, da sie oft das (Miß-)Verhältnis zwischen technischer und sozialer Entwicklung thematisieren. Hier eine Auswahl berühmter Beispiele:
- Huxley, Aldous: Schöne neue Welt (Org.: Brave New World). Frankfurt a. M./Hamburg: Fischer, 1953 (Org.: 1932).
- Orwell, George: 1984 (Org.: Nineteen-eighty-four). Franfurt a. M./Berlin/Wien: Ullstein, 1984 (Org.: 1949).
- Verne, Jules: Paris im 20. Jahrhundert (Org.: Paris au XXe siecle). Wien: Zsolnay, 1996