Grillthema: Disziplin selber machen!
Aus Soz-Wiki
Von einem mündigen Menschen wird allgemein erwartet, dass er sich selbst "zur Ordnung ruft". Erst die Kontrolle unserer Lust- & Triebstrukturen macht uns gesellschaftsfähig und ist daher ein zentraler Bestandteil unserer Erziehung. Im akademischen Zusammenhang spielt die Selbstdisziplin eine große Rolle als "sekundäre Sozialisation" (Berger/Luckmann). Der Studierende soll(te) ein intrinsisch motivierter Mensch werden, um selbstständig vom Wissbegierigen zum Wissenschaftler heranzuwachsen. Oder ist das doch nicht so? Anwesenheitskontrollen, Pflichtlektüre, Professorentitel und vieles mehr geben dem Studierenden den Druck, den er zum lernen braucht.
Am Grillabend des 19. Mai lautet daher die Frage: >>Wie funktioniert eigentlich Selbstdisziplin?<<
Die Funktionsweise soll hinsichtlich der Grenze zwischen Fremd- und Eigenkontrolle hinterfragt werden. Eine kleine Anregung könnte Norbert Elias geben. Neben der Theorie soll aber auch der praktische Unialltag nicht zu kurz kommen. Unterpunkte könnten lauten:
- "Morgen, morgen nur nicht heute..." - Aufschieberei
- "Ist deine Wohnung auch immer so sauber vor Prüfungen?" - Verdrängung
- "Ab Morgen wird alles besser!" - Selbstüberschätzung
- "Wir wollen was wir sollen" - Anpassung
- "Nur noch zehn Minuten...zzz" - Bettgeflüster
- uvm.