Aufruf zum Bildungsstreik 2009

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Anlässlich der Finanzkrise formiert sich bundesweit ein breites Bündnis, in dem sich Schüler, Studis und Azubis solidarisch für bessere Bildung einsetzen. Die gemeinsame Forderung lautet, dass die Krise nicht auf Kosten von Lernenden und künftigen Generationen gehen darf. Vor diesem Hintergrund sind Studiengebühren und Sozialabbau insgesamt kritisch zu hinterfragen. Erste Proteste fanden vom 15.-19. Juni 2009 in einer Aktionswoche statt (mit Demotag am historischen Datum 17. Juni). Die Aktionen sollen im Wintersemester 2009/2010 wieder aufgenommen werden.

Mensch des Lernens aufgewacht

und erkenne deine Macht!

Alle Tasten stehen still,

wenn dein wacher Geist es will!

Inhaltsverzeichnis

Videodokus der SOZ.INI beim Bildungsstreik 2009

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Bildungsproteste im Winter-Semester 2009/2010

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Zitiert nach www.bildungsstreik2009.de:

Bildungsstreikaufruf für einen heißen Herbst

Im Juni 2009 sind in über einhundert Städten 270.000 SchülerInnen, Studierende, Azubis, Lehrende und GewerkschafterInnen gemeinsam auf die Straße gegangen, um gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem zu protestieren. Trotz großer Aufmerksamkeit und kleinen Zugeständnissen hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen wurden nicht erfüllt.

Wir bleiben bei unserer Kritik! Wir machen weiter! Vom 17. November bis zum 10. Dezember rufen wir deshalb zu neuen Aktionen im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks auf.

Unsere Bewegung ist nicht auf die Bundesrepublik begrenzt, wir stellen den Bildungsstreik in einen internationalen Zusammenhang und solidarisieren uns mit ähnlichen Protestbewegungen in anderen Ländern. Als Auftakt für einen heißen Herbst beziehen wir uns deshalb auf die „Global Week of Action“ und rufen für den 17. November bundesweit zu Demonstrationen und Aktionen auf.

Mit vielfältigen Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen, etc.) wollen wir die Krise des Bildungssystems auch nach der Bundestagswahl zur Diskussion stellen und konkrete Veränderungen durchsetzen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt weltweit, dass wettbewerbsorientierte Entscheidungen in allen gesellschaftlichen Bereichen verheerend sind. Deshalb suchen wir das Bündnis mit Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen, um die Auseinandersetzung im Bildungsbereich als gesamtgesellschaftlichen Konflikt zuzuspitzen.

Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und wirtschaftlichen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:

  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungs- und Konkurrenzdruck
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien-, Ausbildungs- und Kitagebühren
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft u.a. auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

Nach den Protesten gegen die Hochschulrektorenkonferenz in Leipzig (24.11.) wollen wir in einer bundesweiten Aktionswoche vom 30. November bis 6. Dezember diese Alternativen zum herrschenden Bildungssystem konkretisieren und auf regionalen Bildungsgipfeln zur Diskussion stellen.

Sollten die Verantwortlichen in Regierungen, Ministerien und Hochschulleitungen die berechtigten Forderungen des Bildungsstreiks weiterhin nicht umsetzen, werden wir die Kultusministerkonferenz am 10. Dezember in Bonn massenhaft blockieren und weitere Proteste vorbereiten.

Wir, das bundesweite Bildungsstreiktreffen in Leipzig, rufen alle Bildungsstreikbündnisse und UnterstützerInnen dazu auf, weiter zu machen und sich an neuen Aktionen zu beteiligen. Wir wollen einen heißen Herbst! Ein anderes Bildungssystem ist möglich – und nötiger denn je!"

KMK-Konferenz

>>Am 10. Dezember findet in Bonn die Kultusministerkonferenz (KMK) statt.

Die KMK ist ein Treffen der "Bildungsminister_innen" der Bundesländer, die uns bei Themen wie Bildung, Erziehung und Forschung vertreten wollen.

Dabei werden unsere Forderungen und Interessen nicht im Geringsten beachtet.

Im Gegenteil, durch Entscheidungen, wie die Einführung von Kopfnoten, Studiengebühren und die katastrophale Umsetzung des Bologna-Prozesses erhöht sich die charakterliche und soziale Selektion von Lernenden; durch zentrale Prüfungen und Turbo-Abi werden Schüler_innen immer mehr

Leistungsdruck ausgesetzt. Auch die Jugendarbeitslosigkeit wächst immer weiter, viele Jugendliche sind gezwungen unbezahlten "Praktika" statt einer sicheren Ausbildung nachzugehen.

Die Lern- und Arbeitsbedingungen verschlechtern sich zusehends!

Die Kultusminister_innen tun nichts!

Deshalb ruft der Bundesweite Bildungsstreik zu bundesweiten Protesten gegen die KMK am 10. Dezember in Bonn auf.

  • Gegen die katastrophalen Lehr- und Lernbedingungen – für selbstbestimmtes Lernen und Leben
  • Für feien Zugang zu allen Bildungs- und Kultureinrichtungen
  • Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren
  • Öffentliche Finanzierung des Bildungssystems – ohne Einflussname der Wirtschaft
  • Mehr Demokratisierung durch Stärkung der Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen

Mit Demonstrationen und einer Blockade sollen die Kultusminister_innen in Bonn zum „Nachsitzen“ gezwungen werden, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Nach den über das ganze Land verstreuten Protesten im Juni und in den vergangenen Wochen, wollen wir unsere Wut und unseren Widerstand auch am 10.12 in Berlin zum Ausdruck bringen.

Zum Preis von 10€ könnt ihr mit dem Bus nach Bonn fahren! Hinfahrt: Do | 10.12. | 6 Uhr (Abfahrt!!) | Hauptbahnhof

Rückfahrt: Do | 10.12. | 18 Uhr | Bonn Bad-Godesberg

Kosten: 10 € - oder 20 € Solipreis

Bildungsstreik vom Sommer-Semester 2009

Vollversammlung im Audimax SoSe09

=> Soz.VV

=> Protestgrillen

=> Info-Paket zum Bildungsstreik

=> Plakat-Werkstatt zum Bildungsstreik

=> SOZ.INI auf der Berliner Krisendemo am 28. März


Aufruf der Projektgruppe Bildungsstreik 2009

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Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hinnehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohlorientiert, sondern den sogenannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jahren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher "Reformen" geraten: Bildungsgebühren und die Privatisierung treffen uns alle!

Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt deutlich, dass die Auswirkungen wettbewerbsorientierter Entscheidungskriterien verheerend sind. In vielen Ländern protestieren Menschen dagegen, so z.B. in Mexiko, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland. In diesem internationalen Zusammenhang steht der Bildungsstreik 2009.

Kurzer Streik-Clib

Der anhaltende Protest gegen Studiengebühren und Sozialabbau in den letzten Jahren hat bei den Verantwortlichen in Medien, Wirtschaft und Politik zu wenig Wirkung gezeigt. Deswegen rufen wir nun dazu auf, unsere demokratischen Rechte in Form eines bundesweiten Bildungsstreiks wahrzunehmen. Hier werden pluralistische Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden. Während einer bundesweiten Aktionswoche vom 15.-19.06.2009 werden wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern im gesamten Bundesgebiet demonstrieren. Wir suchen das Bündnis mit vielen gesellschaftlichen Gruppen, wie Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, die wir ausdrücklich einladen, mit uns zu protestieren, denn wir sind überall mit der gleichen Politik konfrontiert: An der Hochschule, in den Schulen und im Betrieb. Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungsystems anzuregen. Des Weiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitk aufgezeigt und durchgesetzt werden. Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen im Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:


  • selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
  • freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
  • öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe und
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.


Wir, die Projektgruppe Bildungsstreik 2009, rufen zur Bildung regionaler und lokaler Bündnisse auf. Bringt Euch in unsere bundesweiten Planungen ein: Ein anderes Bildungssystem ist möglich – und dringend nötig!


Projektgruppe Bildungsstreik 2009


Die Uni soll uns lehren.

Sie lehrte uns die Kraft,

das Wissen zu vermehren,

das unsere Trägheit schafft.


Doch nun wird die Kraft von uns gecheckt,

der freie Geist in uns geweckt,

kein Gedanke mehr gebannt.

Das haben wir erkannt!

Streik-Links

Wissenswertes rund um den Bildungsstreik:

Streik-Orga

http://www.bildungsstreik2009.de (Bundesweite Streikseite)

http://www.bildungsstreik-berlin.de (Berliner Streikseite)

http://TU.bildungsstreik-berlin.de (TU-Streikseite)

http://www.schulstreik-berlin.de; http://schulaction.org (SchülerInnen-Seiten)

http://www.28maerz.de (Demo-Aufruf "Wir zahlen nicht für eure Krise!" - Sa., 28.03. | 12 Uhr | Rotes Rathaus)

Berliner Streikzeitung

Streik-Wiki (user: bildungs; passw.: streik)

So wurde an der HU mobilisiert...

Streik-Presse

heise online/Telepolis - Pressekonferenz des Streikbündnisses

Studenten pfeifen Kanzlerin Merkel an Humboldt-Uni aus

Focus-Online: "Pfiffe für die Kanzlerin" Focus nennt Bildungsstreik!

Erneute Spontan-Demo auf Ernst-Reuter-Platz! Bericht des TU-AStA

Streik-Unterstützung

Beschluss der GEW - Gewerkschaft solidarisiert sich!