26.04.07 Die Organisationsstruktur und Technik
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Die Organisationsstruktur als Technik
Inhaltsverzeichnis |
Thematischer Schwerpunkt:
- Der maschinenartige Charakter der Organisation
Zentrale Begriffe:
- Die Organisation als Maschine
- Die Maschinen-Organisation als Akteur
- Rationalisierung
- Entmenschlichung
- Effizienzsteigerung
Effektivität: Ein Ziel zu erreichen (egal welche Mittel)
Effizienz: Ein Ziel mit möglichst geringen Mitteln erreichen (Zweck-Mittel-Relation)
Definition Maschine: Maschine ist eine Kombination resistenter Teile, deren jeder eine spezielle Funktion hat, unter menschlicher Kontrolle operierend, um Energie zu nutzen und Arbeit zu verrichten. (Reuleaux)
Beispiel
Das älteste bekannte Beispiel eines Managementleitfadens stammt aus dem alten Ägypten. Dies bot eine Anleitung für eine umfassende organisationale und zweckmäßige Formalisierung.
Pyramidenbau (Mumford 1977)
Taylorismus
= „wissenschaftliche“ Betriebsführung (Optimierung der Einzelarbeit)
Grundprinzip
Trennung von Hand- und Kopfarbeit
- Optimierung der menschlichen Arbeitsleistung
- Effizienzsteigerung nach experimentellen Gesichtspunkten ("wissenschaftliche Betriebsführung)
Prinzipien der Betriebsführung:
- Lohnanreize für Unterwerfung der Arbeiter
- Auslese und Anpassung der Arbeiter (machtfrei/"objektiv")
- Expertokratie zur Konfliktbeseitigung (siehe Grundprinzip)
Beispiel
Optimierung der Schaufelleistung (9,5 kilo Pro Schaufel ;-))
Fordismus
= Koordination der Arbeitsabläufe (Optimierung des Gesamtprozesses)
Grundprinzip: Effiziente Koordination der (im Taylorismus optimierten) Arbeitsschritte des Gesamtprozesses
- Rationalisierungslogik
- doppelte Rationalität (technische Rationalität)
- Anordnung der Werkzeuge und Arbeiter in der Reihenfolge des Arbeitsprozesses
- Fließband als zentraler Taktgeber
- Standardisierung des Produkts (Ford Model T), Austauschbarkeit der Teile
Akteur:
„Zahnrad im Getriebe der Organisation.“ (machtfrei; Interesse: Lohn; ökonomische RC)
Technik
Betonung des Maschinencharakters, auch bei Organisationen. Allgemeine Maschinendefinition von Reuleaux: Maschine ist eine Kombination resistenter Teile, deren jeder eine spezielle Funktion hat, unter menschlicher Kontrolle operierend, um Energie zu nutzen und Arbeit zu verrichten. Nach Ward immer Fall „totaler Organisation“
Organisation
Durchstrukturierter, geplanter Zweck zur Umwandlung von Input in erwartbaren Output
Umwelt
Alles, was nicht direkt an Input – Output Umwandlung teilnimmt (Technische Rationalität schlägt über)
Bürokratie (Weber)
Bürokratietheorie
- Ausgestaltung der formalen Strukturen hat starken Einfluss auf die Effizienz der Organisation
- universelle Struktur, die sich in allen Situationen als effizient erweist (Kritik? situativer Ansatz: keine universelle Struktur)
- Eigenschaften formaler Strukturen konstant (Kritik? situativer Ansatz: Variablen)
Merkmale
- Aufgabenerledigung im Rahmen von sachlichen Amtspflichten und festgelegten Amtskompetenzen/Amtshierarchie
- Aufgabenerledigung nach formal spezifizierten Regeln (einem System von Regeln)
- Trennung der Ressourcen zur Aufgabenerledigung vom pers. Besitz der Amtsinhaber (Verbeamtung)
- Rekrutierung von Personal auf der Grundlage von Fachqualifikation
- Beruf als Laufbahn
Vorteile für Weber
- Arbeitsergebnisse sind kalkulierbar
- Arbeiter sind austauschbar
Kritik
- Vernachlässigung des „unmechanischen“ Faktors Mensch
- eine derart starre input - erwartbarer output ist nicht in jeder denkbaren Umwelt sinnvoll (situativer Ansatz)
Diskussionsfragen:
Wie weit trägt die Analogie zwischen der lebenden und der toten Maschine?
- Die tote Maschine ist die Technik und wird als geronnener Geist angesehen. Das bedeutet, sie besitzt eine größtmögliche Effizienz und Rationalität. Die lebende Maschine ist der Mensch, sie hat sich unter die Rationalität der toten Maschine unterzuordnen. Vernachlässigt wird hierbei der Faktor Mensch. Der Mensch ist eben nicht hochgradig rational.
Worauf gründet die technische Effizienz der bürokratischen Organisation? Auf der Fachkenntnis der Amtsinhaber? Auf der hierarchischen Struktur? Auf der Güte und Konsistenz der Regeln?
- Sowohl bürokratische Organisation, Fachkenntnis der Amtsinhaber, hierarchische Struktur, als auch Güte und Konsistenz der Regeln sind Teilfaktoren des geronnenen Geistes, welcher die Rationalität der Technik widerspiegelt.
Welche Umwelt benötigt die maschinenartige Organisation?
- Eine möglichst konsistente, sich nicht ändernde Umwelt bzw. sich den Rationalitäten der Technik unterwirft.
Organisation als Maschine oder Organisation als Werkzeugkasten?
FdR: Robert FdR: MaGö, JuBu, RiBr, MaSa