14.5.07 Modelle sozialer Ungleichheit II: Milieus und Lebensstile

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Was ist ein Lebensstil?

Ein relativ stabiles, regelmäßig wiederkehrendes Muster der alltäglichen Lebensführung, ein „Ensemble“ von Wertorientierungen, Einstellungen, Deutungen, Geschmackspräferenzen, Handlungen und Interaktionen, die aufeinander bezogen sind“ (Geißler) fdR Martin


Merkmale

– Lebensstile sind bereichsübergreifend (Schwerpunkt bei Freizeit)

– expressiv-ästhetische Orientierungen stehen im Vordergrund

– Ganzheitlich-sinnhaft (ganzes Individuum)

– Identitätsstiftend und distinktiv

– „kulturalistisch“


Funktionen

– Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen (Abgrenzung)

– Förderung der sozialen persönlichen Identität

– Sicherung der Verhaltensroutinen


Probleme der Lebensstilforschung


• Ungenügende Begriffsschärfe

• Unbefriedigende theoretische Fundierung

• Operationalisierungsmängel (Methodenvielfalt)

• Kluft zwischen Empirie und Theorie

• Verlust kritischer Haltungen


Welche Merkmale sind für Milieus relevant?

Milieu: "Gesamtheit der äußeren, natürlichen und der sozialen Umwelt des Einzelnen bzw. einer Gruppierung, die auf die Entwicklung, Entfaltungsmöglichkeit und die Modalität sozialen Handelns Einfluss nimmt." (Geißler) fdR: Richy

Sinus Milieus siehe: [1]



Bei Lebensstilkonzepten steht das Verhalten im Vordergrund. -> Mikroebene

Bei Milieukonzepten steht die milieuspezifische Wahrnehmung im Vordergrund. -> Makroebene

fdR Martin